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Augenpflege

Augencreme oder Augengel: Was brauchst du wann?

5 Min. LesezeitDr. Förster

Dr. Förster Anti Aging Augencreme für die zarte Augenpartie

Kurz gesagt: Eine Augencreme enthält Öle und Lipide und pflegt die Augenpartie reichhaltig. Sie passt, wenn sich die Haut dort trocken anfühlt, und besonders gut am Abend. Ein Augengel ist leicht, wasserbasiert und fühlt sich kühl an. Es passt, wenn du eine frische, schnell einziehende Pflege suchst, etwa morgens oder unter Make-up. Viele nutzen beides: das Gel am Morgen, die Creme am Abend.

Warum die Augenpartie eigene Pflege bekommt

Die Haut um die Augen ist dünner als die Haut im übrigen Gesicht und hat weniger Talgdrüsen. Sie wird durch Blinzeln, Lachen und Mimik ständig bewegt. Deshalb zeigt sie Trockenheit oft früher als Wangen oder Stirn. Eine eigene Augenpflege ist auf diese Stelle abgestimmt: sparsam dosiert, ohne unnötige Duftstoffe und mit einer Textur, die sich dort angenehm anfühlt.

Auf einen Blick

  • Augencreme: reichhaltig, mit Ölen und Lipiden, ideal bei trockener Augenpartie und am Abend
  • Augengel: leicht, wasserbasiert, kühlendes Hautgefühl, ideal morgens und unter Make-up
  • Beides kombinieren: Gel am Morgen, Creme am Abend
  • Menge: eine linsengroße Menge für beide Augen reicht

Was ist der Unterschied zwischen Augencreme und Augengel?

Augencreme: reichhaltig und pflegend

Eine Augencreme ist eine Emulsion aus Wasser- und Ölphase. Die Öle und Lipide legen sich pflegend auf die Haut und helfen ihr, Feuchtigkeit zu halten. Das Hautgefühl ist geschmeidig und weich. Eine Creme ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich die Augenpartie trocken oder gespannt anfühlt, und in der kälteren Jahreszeit.

Augengel: leicht und frisch

Ein Augengel enthält in der Regel keine oder kaum Öle. Es besteht vor allem aus Wasser und Feuchtigkeitsspendern wie Hyaluron. Die Textur zieht schnell ein, hinterlässt keinen Film und fühlt sich kühl an. Ein Gel ist eine gute Wahl am Morgen, unter Make-up und für alle, die reichhaltige Texturen um die Augen nicht mögen.

So erkennst du den Unterschied in der INCI

Ein Blick auf die Inhaltsstoffliste verrät viel über die Textur:

  • Öle und Butter wie Simmondsia Chinensis Seed Oil (Jojobaöl) oder Helianthus Annuus Seed Oil (Sonnenblumenöl) weisen auf eine reichhaltigere Pflege hin.
  • Fetthaltige Alkohole und Emulgatoren wie Cetearyl Alcohol sind typisch für Cremes.
  • Eine kurze Liste mit Aqua und Feuchtigkeitsspendern wie Sodium Hyaluronate oder Glycerin, aber ohne Öle, spricht für ein Gel.

Wie du eine INCI liest, erklärt unser Ratgeber Wie viel Wasser steckt in Kosmetik?

Unsere Augencreme: reichhaltig, ohne Parfum

In der Anti Aging Augencreme steht Bio-Kokoswasser an erster Stelle der INCI. Dazu kommen Bio-Jojobaöl und Bio-Sonnenblumenöl, Hyaluron (Sodium Hyaluronate), Retinol, Panthenol und Vitamin E (Tocopherol). Zwei pflanzliche Zellkulturen sind mit Bedacht ausgewählt: aus Himbeerblättern und aus Edelweiß. Was hinter diesen Zellkulturen steckt, liest du in unserem Ratgeber Pflanzliche Stammzellen in Kosmetik.

Die Augencreme ist ohne Parfum formuliert. Weil sie Retinol enthält, gilt: Tagsüber gehört Sonnenschutz dazu, und in Schwangerschaft und Stillzeit sprich vor der Anwendung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Mehr dazu in Retinol oder Retinal: Was ist der Unterschied?

Unser Augengel: kurz und klar

Das Anti Aging Augengel hat eine bewusst kurze Formel mit sieben Bestandteilen: Wasser, Hyaluron (Sodium Hyaluronate), Acetyl Glucosamine, Glycerin und Bio-Gurkenextrakt, dazu Pentylene Glycol und Citric Acid. Es enthält keine Öle, kein Parfum und kein Retinol. Die Textur ist kühl und leicht und zieht schnell ein. Gedacht ist das Gel für morgens und abends.

Mit Sorgfalt ausgewählt. Mit Anspruch entwickelt. Seit 1927.

Welche Pflege passt zu dir?

  • Deine Augenpartie fühlt sich trocken an: Augencreme, vor allem abends.
  • Du magst leichte Texturen oder trägst Concealer: Augengel am Morgen.
  • Du willst beides: Gel morgens für Frische, Creme abends für reichhaltige Pflege.
  • Du verwendest bereits ein Retinol-Produkt im Gesicht: Starte mit dem Augengel oder führe die Augencreme langsam ein, damit die Haut nicht überfordert wird.

So trägst du Augenpflege richtig auf

  1. Nach Reinigung und Serum: Augenpflege kommt nach dem Serum und vor der Gesichtscreme.
  2. Wenig nehmen: Eine linsengroße Menge reicht für beide Augen.
  3. Mit dem Ringfinger auftragen: Er setzt am wenigsten Druck. Tupfe die Pflege sanft auf den Orbitalknochen, vom inneren zum äußeren Augenwinkel.
  4. Abstand halten: Nicht bis an den Wimpernrand auftragen und nicht direkt ins Auge bringen.
  5. Kurz einziehen lassen: Erst dann Make-up oder Gesichtscreme.

Was Augenpflege kann und was nicht

Eine gute Augenpflege sorgt für ein geschmeidiges, gepflegtes Hautgefühl und kann die Augenpartie frischer wirken lassen. Sie ist aber kein Ersatz für Schlaf, Sonnenschutz und Ruhe. Halten Schwellungen, Rötungen oder Juckreiz an, lass das ärztlich abklären.

Häufige Fragen

Welche ist die beste Augencreme?

Eine für alle gibt es nicht. Entscheidend ist, was deine Haut braucht: bei Trockenheit eine reichhaltige Creme, für Frische ein leichtes Gel. Schau außerdem in die INCI, ob Duftstoffe oder Retinol enthalten sind, und wähle passend zu deiner Routine.

Brauche ich überhaupt eine Augencreme?

Du kannst auch deine Gesichtscreme verwenden, wenn du sie gut verträgst. Eine eigene Augenpflege ist auf die dünne Haut abgestimmt, sparsamer dosiert und oft ohne Parfum formuliert.

Kann ich Augengel und Augencreme zusammen verwenden?

Ja. Am einfachsten verteilst du sie auf den Tag: das Gel morgens, die Creme abends.

Ab welchem Alter lohnt sich Augenpflege?

Es gibt kein festes Alter. Sobald sich die Augenpartie trocken anfühlt, kann eine eigene Pflege sinnvoll sein.

Darf Augenpflege ins Auge kommen?

Nein. Trage sie nur auf die Haut um das Auge auf. Kommt doch etwas ins Auge, spüle es mit klarem Wasser aus.

Stand: Oktober 2026. Die vollständige INCI findest du auf jeder Produktseite.